Harmonie der Geschlechter

Der Kampf zwischen Yin und Yang, der weiblichen und männlichen Energie, scheint ewig zu währen

wie der Kampf der Geschlechter, der auch niemals ein Ende findet.

Tatsächlich verwenden die Weisen die Metapher vom Kampf oder Krieg,

um den Liebesakt zu erläutern.

 

Für manche Menschen stellt die Liebe einen leidenschaftlichen Kampf um Überlegenheit und Unterwerfung des anderen dar; dem Weisen war und ist sie eher ein legitimes Spiel der Gegensätze. Im Idealfall sollte man mit spielerischem Geist in den Kampf der Geschlechter ziehen: Man will die Geliebte nicht besitzen, sondern hofft, ihrer Anmut und ihrer empfänglichen Energie mit ergänzendem männlichem Können und männlicher Kraft zu begegnen.

Leider scheinen heutzutage nur wenige Männer den Liebesakt mit einem solchen Taktgefühl anzugehen; die meisten werden vielmehr binnen weniger Minuten von der Frau hoffnungslos geschlagen. Dieses Versagen beruht auf dem taktischen Ungeschick, mit dem beide mit den männlichen Geschlechtsorganen und der Sexualenergie umgehen. Die Gesetze der Liebesstrategie sind gründlich mißverstanden worden, so daß der Mythos entstehen konnte, daß der Durchschnittsmann eine leidenschaftliche Frau niemals wirklich befriedigen könne.

In Wirklichkeit kann dieser Durchschnittsmann seine Partnerin mit absoluter Gewißheit befriedigen. Wenn er nämlich gelernt hat, mit seinen Kräften diszipliniert umzugehen.

Ohne besondere Schulung neigt er dazu anzugreifen. Schließlich ist er im Besitz der Angriffswaffe. Die Frau neigt dagegen zur Verteidigung. Sie schützt sich, ohne sich zu verausgaben. Wenn der Mann wie wild angreift und seinen Samen erschöpft, bricht er zusammen. Und die Frau wird vielleicht immer noch begierig darauf sein, weiterzumachen, selbst wenn sie es aus Nettigkeit leugnet und ihren Gegner «schont».

Es geht vor allem um eins: Der Mann muß aufhören, seine Sexualenergien zu vergeuden. Sobald der Samenverlust aufhört, ist die Frau ihm auch nicht mehr überlegen. Stattdessen trifft sie in ihm auf einen gleichwertigen Gegner und erleidet keine Enttäuschung mehr.

Der Mann dagegen braucht sich nicht mehr zu verausgaben und dann gedemütigt zurückzuziehen. In ihm wird das Gefühl bleiben, auf einen starken, guten Gegner getroffen zu sein. Auf diese Weise kann die Frau die Grenzen ihrer erotischen Fähigkeit erreichen und ist bereit, wirklich Frieden mit ihrem Gegner zu schließen.

Aus diesem Grund raten die Weisen, zuerst die taktischen Waffen einzusetzen, die strategischen aber in der Reserve zu halten. Mit anderen Worten: Benutzen Sie zuerst Finger, Zunge und andere Körperteile, bevor Sie den Penis ins Gefecht führen. Durch einen zärtlichen und geschickten Gebrauch Ihrer anderen Glieder beim Vorspiel können Sie Ihre Partnerin in einen Zustand höchster Aufnahmebereitschaft versetzen, und das ist der erste Schritt auf dem Weg zur Gleichrangigkeit gegenüber einem, an sich überlegenen, Gegner.

Bei einem solchen Vorspiel werden sich die Brüste der Frau heben, ihre Atmung wird heftiger, und es kommt zu erhöhter Drüsensekretion. Sie sollten abwarten, bis die Schamlippen feucht sind, bevor Sie Ihre Hauptwaffe einsetzen. Lassen Sie Ihrer Geliebten Zeit, bis sie sich voll im Zustand der Liebesempfänglichkeit befindet, bevor Sie schließlich in sie eindringen.

Der Kampf zwischen Mann und Frau ist beendet, wenn beide erkennen, daß keiner «gewinnen» kann, indem er nachgibt oder die Vorherrschaft an sich reißt. In diesem Augenblick erlangen beide die Freiheit, sich hinzugeben und ihre tiefsten Gefühle der Liebe zueinander auszutauschen - denn ihre Verwundbarkeiten haben sich gegenseitig aufgehoben, und die Furcht vor dem Verlieren ist neutralisiert. Basis dazu ist jedoch die enorme Sexualenergie gekonnt einzusetzen – der Samenerguß nach Außen beendet den Kampf.

 

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Multi - Orgasmus: Das subtile Gleichgewicht zwischen polaren Energien

Wie erlangt man diesen Punkt der Zärtlichkeit, da beide Liebende einander freudevoll geben und voneinander Leben empfangen?

Auf dem Papier liest sich so etwas wunderbar, doch was geschieht mit all den Spannungen, die der Arbeitstag oder eine Auseinandersetzung mit der Ehefrau über die Frage, ob sie wieder arbeiten gehen soll oder nicht, mit sich gebracht haben? Wie hält man die Politik des Alltags aus dem Schlafzimmer fern?

„Simply Love“ bietet Ihnen praktische Methoden, sich der körperlichen Liebe mit dem Ziel zu nähern, den Strom der Yin- und der Yang-Kraft ins Gleichgewicht zu bringen. Als erstes müssen Sie verstehen, daß in dieser Sexualpraktik das Prinzip der Polarität dominiert. Erkennen Sie, daß die Energien von Yin und Yang keine getrennten Kräfte sind: Sie stellen ein und dieselbe Energie dar, nur mit unterschiedlicher Polung. Keine von beiden existiert jemals ohne die andere, beide befinden sich stets in einer fließenden Bewegung, wie ein Pendel, das hin und her schwingt; sie werden mal kalt, mal heiß, und wenn sie die vollkommene Mitteltemperatur erreicht haben, kommen sie zum Stillstand.

Man könnte auch ein anderes Bild wählen und Mann und Frau als die zwei Seiten einer Münze betrachten. Während des Liebesaktes dreht sich die Münze mit großer Geschwindig-keit, wird zu einer Kugel und verschmilzt beide Seiten miteinander zu einer einzigen.

Auf diese Weise können Mann und Frau «eins» werden: Sie erkennen, daß der Strom der Sexualenergie unentwegt zwischen ihnen fließt und ihnen beiden gehört. Jeder der Liebenden befindet sich am anderen Ende des polaren Stroms.

Erreicht der Austausch von „Red Enerchi“ eine bestimmte Intensität und ein gewisses Gleichgewicht, beginnen die Körper der beiden Liebenden zu vibrieren und zu pulsieren, als stünden sie unter Strom. Sie verlieren das Gefühl für ihre feststofflichen Körper. Mit einem Mal ist jeder der beiden eine Säule aus vibrierender Energie, die durch das Energiefeld des Liebespartners in einem makellosen Gleichgewicht gehalten wird. Dies ist ein totaler Orgasmus von Körper und Seele.

Das kämpfende Ego schrumpft zu seiner wahren Größe zusammen, zu einem winzigen Sandkorn, und stimmt zögernd in den Chor ein, im Ozean des feinstofflichen Universums, der das «ich» in rhythmischen Wellenbewegungen überflutet.

Viele Männer haben eine gewisse Ahnung von diesem Zustand, aber nur wenige können diese Erfahrung teilen, weil sie die Energie aus ihrer Hälfte des polaren Felds entladen, indem sie ejakulieren.

Doch das ist nicht der wahre Orgasmus; es ist mehr ein Fortspülen von Unbehagen, das "Erlösende" übererregter Energie, die keinen anderen Ausweg als den ins Freie findet. Der wahre Orgasmus tritt ein, wenn Mann und Frau gemeinsam weiterpulsieren. Dann vollendet ihre Sexualenergie einen vollen Kreislauf zwischen ihren beiden magnetischen Polen und läßt sie erfüllter und aufgeladener zurück als vorher.

Dieser Kreis ist vollkommene Harmonie die ineinanderfließt. Der Strom der Sexualenergie allein kann diesen Kreis nicht vollenden, dazu bedarf es auch der Liebe.

Der Geist muß an der Sexualität mit voller Aufmerksamkeit teilhaben. Es genügt nicht, wenn der Mann sein Glied einfach nur in die Scheide einer Frau einführt, ohne sie mit dem Herzen zu lieben. Das ist so, als würde man zwei Hufeisenmagnete eng aneinander halten, sie sich aber nur mit jeweils einem Pol berühren lassen: Der andere Pol will ebenfalls angeschlossen sein, damit die magnetische Anziehung vervollständigt wird. Erst wenn sowohl die positiven als auch die negativen Pole von Mann und Frau verbunden sind, läßt sich ein kraftvoller und stabiler Energiestrom herstellen.

Deshalb macht Sex ohne Liebe auch unglücklich: Sie verbinden nur eine Hälfte von sich mit der Frau, noch dazu die niedere. Der Energiefluß im Kreislauf wird unterbrochen. Sie können so viel Sex haben, wie Sie wollen - ohne diesen totalen Fluß zwischen Yin und Yang wird Ihr tiefsitzendes Bedürfnis nach Ganzheit niemals befriedigt werden können.

Der Orgasmus mit Samenverlust, an dem die meisten Männer so sehr hängen, beschränkt ihre Lebenskraft lediglich auf die Genitalien. Während des Sexualaktes birst der Penis fast vor Leben, weil er zu klein ist, um die sich ausdehnende Sexualkraft völlig aufnehmen zu können. Der Penis ist nicht dazu gedacht, Ihre Lebenskraft zu halten, noch kann der Penis Ihr Gehirn oder Ihr zentrales Nervensystem sein.

Die wirkliche Funktion des Penis besteht darin, das Leben in den Körper und aus ihm hinaus zu leiten. Die Geschlechtsorgane sind nichts anderes als Tore, durch welche das Leben eintritt und wieder nach außen gelangt. Werden die oberen Pole - Mund und Herz - von Mann und Frau ebenso miteinander verbunden wie die Genitalien, kann aus dem Magneten ein elektromagnetischer Dynamo werden. Dann vermag die Lebenskraft die Sexualenergie in unteren Körperbereich zu speisen und sich mit ihm zu verbinden, um in der oberen Körper-hälfte in Geist transformiert zu werden.

Wenn Mann und Frau ihre eigene Lebenskräfte verfeinern und nach oben leiten, um es durch Meditation und Liebe zu einer wirklich hohen Stufe weiterzuentwickeln, können sie eine Polarität erzeugen, die einen Supermagneten entstehen läßt und noch viel höhere, feinere geistige Energien durch ihren Körper strömen läßt.

Solche Erfahrungen sprengen die Fesseln individuellen Vergnügens und Empfindens und führen über die reine Befriedigung des persönlichen Ego hinaus, um beide Partner in einen völlig andersartigen Seinzustand zu geleiten.

Liebevolle Liebespraktik hilft den Menschen, ihre natürliche Entwicklung zu beschleunigen, zu intensivieren und zu stabilisieren. Der Tiefe und Intensität ihrer Gesundheit und Liebe sind keine Grenzen gesetzt.

Auf jeder höheren Stufe begegnet man wieder neuen spirituellen Herausforderungen. Die Harmonie der Polarität führt über die Pole von Mann und Frau hinaus, und schließlich wird man sich des Spiels der Gegensätze zwischen Himmel und Erde bewußt.

Die Weisen wissen, daß diese hohe Stufe der Harmonie eine greifbare Erfahrung ist, die der Mensch immer erleben kann. Sie nennen sie die «Unsterblichkeit». Sie bereiten sich darauf vor, indem sie ihre Sexualenergie bewahren und ihren Geist in harmonischen Einklang mit ihrem Liebespartner bringen. Auf diese Weise wird der Liebesakt zu einem Weg der Verehrung und Anbetung im Tempel des Körpers und der Seele des Liebespartners.

 

Sanfte Vorbereiten der Yin-Essenz

Als Mann haben Sie dafür zu sorgen, daß die Organe Ihrer Geliebten im wahrsten Sinne des Wortes «vorgewärmt» werden.

Das harmonisiert ihre Yin-Essenz und erhöht ihre Empfänglichkeit für den Liebesakt. Ihre inneren Organe, Nieren, Leber, Lungen, Milz, Bauchspeicheldrüse, produzieren und verfeinern das für das Lieben benötigte Chi.

Sind diese geschwächt oder krank, wird die Melodie Ihres Liebens einen Mißklang erzeugen oder als zu schwer empfunden, so gut Sie selbst sich auch dabei fühlen mögen.

Wollen Sie die feine Musik der Himmelssphären hören, müssen Sie lernen, die Gefühle und Empfindungen Ihrer Partnerin mit den Ihren in Einklang zu bringen. Meistens wird sie länger brauchen als der Mann, bis ihre Organe warm geworden sind und sich eingestellt haben.

Betrachten wir noch einmal das Bild von der Frau, als Wasser und dem Mann als Feuer: Ein Mann kann sein Feuer zwar schnell entfachen, doch wenn er sein Holz zu schnell aufbraucht, reicht die Zeit nicht mehr für das Wasser im Topf, zum Kochen zu gelangen, denn Wasser erhitzt sich langsamer als Feuer. Deshalb sollte der Mann sparsam mit seinem Feuerholz umgehen, während er gleichzeitig das Wasser der Frau erhitzt.

Befolgen Sie die Grundregel aller Kochkunst: Geben Sie Ihre Karotten und Erbsen (Penis und Hoden) nicht in den Topf, bevor das Wasser kocht. Viele Männer wissen das nicht, weil sie  auch nichts vom Kochen verstehen: Wirft man Karotten und ‘ Erbsen in kaltes Wasser, nehmen sie die Kochhitze auf, so daß das Wasser viel länger zum Kochen braucht. Außerdem gelingen die Karotten nicht so gut, sie werden matschig und schmecken nicht. Es ist also besser abzuwarten, bis das Wasser im Schoß der Frau kocht, bevor man mit dem Penis eindringt.

Die traditionellen Texte erwähnen neun Merkmale, die einem zeigen, ob die Frau wirklich bereit ist, den Mann in sich zu empfangen: Die Energie der Frau durchläuft neun Stadien, während alle ihre Organe sich erwärmen und ihr harmonisches Chi freisetzen. Diese Stadien wurden vor fast zweitausend Jahren von der Geheimnisvollen Dame, der Beraterin des Gelben Kaisers in Liebesdingen, so beschrieben:

1. Das Chi ist in den Lungen der Frau, wenn sie heftig zu atmen beginnt.

2. Die Energie hat ihr Herz erreicht, wenn sie den Mann zu küssen beginnt.

3. Umarmt sie den Mann, befindet sich das Chi in ihrer Milz.

4. Wird die Vagina feucht, ist das Chi in den Nieren und Genitalien.

5. Bewegt sie das Becken und beißt sie den Mann sanft, ist das Chi in ihre Knochen geströmt.

6. Umklammern ihre Beine den Mann eng, befindet sich das Chi in den Muskeln.

7. Streichelt sie das Glied, ist Chi in ihr Blut geströmt.

8. Küßt sie den Mann voller Leidenschaft, ist das Chi in Haut und Fleisch vorgedrungen.

9. Gibt sie sich hin und stöhnt sie in Ekstase, ist Chi in ihre Leber geflossen und hat ihren Geist freigesetzt.

Nun ist sie wahrhaft bereit, den Mann zu empfangen und ihre Yin-Essenz mit seiner Yang-Essenz auszutauschen.

Der Sinn des Wartens wird Ihnen klar werden, wenn Sie die Technik der Sameneinbehaltung üben. Mann und Frau beginnen die Sexualessenz «empor zu dampfen», doch wenn der «Tiegel» nicht richtig vorbereitet ist und die Temperatur nicht stimmt, fällt es schwer, die Sexualessenz erfolgreich in Geist umzuwandeln.

Läßt der Mann sein Feuer durch Ejakulation erlöschen, bevor die Frau bereit für den «Verdampfungsprozeß» ist, wird es beiden unmöglich, die männliche Essenz mit der weiblichen zu einem Nektar zu raffinieren.

 

Kunst der Leidenschaft - Zeitliche Abstimmung und Häufigkeit

Befriedigung und Glück der Liebenden hängt nur unwesentlich von der Häufigkeit des Liebesaktes ab.

Eine Frau kann nach einem Mal völlig befriedigt sein, nach fünfzehn phantasielosen Begegnungen aber überhaupt nicht. Es kommt eben darauf an, sie von Anfang an mit unwiderstehlicher Zärtlichkeit zu lieben.

Versuchen Sie, weder zu früh noch zu spät in sie einzudringen. Geschieht es zu früh, ermüden Sie vielleicht, bevor sie ihren Höhepunkt erreicht hat. Sind Sie dagegen zu spät, werden Sie den Höhepunkt ihrer Freude nicht mehr miterleben können.

Kommen Sie also im richtigen Augenblick zu ihr, und befriedigen Sie sie beim ersten Mal.

So wie man nicht bis zum «Vollgestopftsein» essen sollte, sollten Sie auch nicht lieben bis zur Erschöpfung. Nach dem Essen sollten Sie immer noch ein wenig Appetit haben, und nach dem Liebesakt sollten Sie Ihre Liebespartnerin immer noch begehren.

Ein Meister der Liebespraktik strebt nach Harmonie, indem er jede maßlose Gier zügelt. Weniger ist manchmal mehr! Überfuttern Sie Ihr sexuelles Verlangen nicht, sonst wird es in Ekel umschlagen.

Extremes Yang, Ausdehnung, führt zu extremem Yin, Rückzug. Eine nicht stark sexorientierte Partnerin wird überfordert sein, wenn Sie sie sieben Tage in der Woche sexuell lieben. Verzichtet sie nicht ganz bewußt auf ihren Orgasmus, wird ihr Appetit auf tägliches Lieben nach einer Weile abnehmen.

Der Macho-Mythos von«-zig-Mal-können» ist nichts als ein armseliger Versuch, die Oberflächlichkeit des Liebens hinter scheinbar beeindruckenden Zahlen zu verstecken. Nur wenige Partnerinnen werden nach einem einzigen, schönen, erfüllenden Liebesakt unbe-friedigt sein. Bei einem ausgedehnten Liebesakt werden viele gleich mehrere Orgasmen erleben.

 

Der Einfluß der Liebesstellung auf den Energiestrom

Das Thema Liebesstellungen wurde bewußt ausgespart, weil es dazu schon viele andere Informationsquellen gibt.

Der Schlüssel zur Wahl der richtigen Liebesstellung liegt im Wissen um die verborgenen Gesetze des Energiestroms.

Behalten Sie die folgenden Punkte im Gedächtnis, dann können Sie jede gewünschte Energie erschaffen:

1.

Für Entspannung und Harmonie sollte Gleiches an Gleiches gelegt werden: Bauch an Bauch, Hand an Hand, Mund an Mund, geöffnete Augen an geöffnete Augen usw.

2.

Zur Stimulierung und Erregung sollte Ungleiches an Ungleiches gebracht werden: Mund an Genitalien, Genitalien an After, geöffnete Augen an geschlossene usw.

Die Kunst des Liebens besteht darin, stimulierende und harmonisierende Stellungen zu einem sublimen Tanz zu verweben.

 

Förderung der Ausdauer

Diese nützliche Technik der Gedankenbeherrschung ist gleichzeitig eine Atemübung.

Zählen Sie langsam von eins bis hundert, und dulden Sie dabei keinen anderen Gedanken in Ihrem Geist. Verbinden Sie eine tiefe, harmonische Unterleibsatmung mit dem Zählen: ein tiefes Ein- und Ausatmen zählt zusammen als eins.

Das ist nicht halb so einfach, wie Sie glauben. Die meisten Menschen können kaum bis zehn zählen, ohne abgelenkt zu sein. Schweift Ihr Geist ab, beginnen Sie wieder bei 1, bis Sie 100 ohne unerwünschte Gedanken erreicht haben.

Diese Methode beruhigt nicht nur den aufgewühlten Geist, sie hilft Ihnen auch, Selbstkontrolle zu entwickeln, die Grundlage zur Vermeidung der Ejakulation.

Haben Sie keine Erfahrung mit Entspannungsübungen, wird es Ihnen schwerfallen, den Drang zu zügeln, Ihren Samen auszustoßen. Üben Sie das Zählen bis 100 zweimal am Tag. Nach einer Weile gewissenhaften Übens sollte es Ihnen gelingen, den Geist klarwerden zu lassen und auch die heftigste Aufgewühltheit und Aufregung mit einigen Atemzügen, aus der Tiefe des Beckenbodens heraus, zu besänftigen.

Das Zählen bis 100 wird Ihnen auch helfen, dem Penis zu steuern, sich abzukühlen, wenn er zu heiß geworden ist. Um den Samen einzubehalten, müssen Sie willentlich die überschüssige Hitze aus dem Genitalbereich zurückziehen können. Durch regelmäßiges Üben werden Sie die Ejakulation viel leichter verhindern können, als Sie es selbst für möglich hielten.

Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den höheren Formen der Liebeskunst. Wissen allein ist nutzlos oder sogar schädlich. Es führt nur zu Selbstzufriedenheit, die jeden Zweifel ausschließt und die praktische Erfahrung an wirklichen Ereignissen und Menschen verhindert.

Man sollte vielmehr Erkenntnis durch die Praxis lebendig machen. Die meisten Bücher zur Kunst des Liebens begraben den Leser unter einem verwirrenden Wust von Methoden.

Es ist weitaus sinnvoller, einige wenige erstklassige Methoden zu erlernen, diese dafür aber gründlich und detailliert. Natürlich sind wir mit einer Vielzahl anderer Techniken vertraut. Die Erfahrung hat jedoch gelehrt, daß man bei dieser Praktik leicht scheitert, wenn wir mit Informationen überladen werden.

Ein Boxer, der zwanzig verschiedene Hiebtechniken kennt, versagt meistens vor einem Gegner, der nur zwei oder drei kennt, sie aber bis zur Perfektion entwickelt hat.

Meistern Sie zuerst die Grundprinzipien der Liebeskunst, indem Sie die Energie mit Hilfe dieser Techniken in Ihrem Körper zu lenken verstehen; dann können Sie nach Ihrem Willen im Bett improvisieren.

Finger, Zunge, Penis - alle haben sie ihre eigenen Qualitäten. Der Penis kann zwar die höchste Vereinigung herbeiführen, doch ist es für den Anfänger nicht so erfolgreich, ihn einzusetzen.

Bis Sie eine gewisse Selbstkontrolle erlangt haben, benutzen Sie ihn nur für taktische Zwischenspiele. Ist eine Frau eingestimmt, wird ihr schon die bloße Berührung durch den Penis mehr bieten als zahllose leidenschaftliche Stöße ohne richtiges Vorspiel.

Reife ist alles! Ein reifer Apfel schmeckt besser und ist nahrhafter als zehn unreife. Nur wenn eine Frau für das Empfangen des Penis reif ist, kann sie Ihre Yang-Essenz mit jeder Faser ihres Leibes würdigen und lieben.

 

Vier Errungenschaften des Jadestengels

Will ein Mann in vollkommener Harmonie mit einer Frau sein, wird auch er naturgemäß verschiedene Erregungsstufen erfahren, bevor er in sie eindringt.

Der Gelbe Kaiser, so wird erzählt, stellte eines Tages folgende Frage: «Wenn ich lieben will, aber keine Erektion erhalte, ist es da weise, den Verkehr zu erzwingen?

Die Geheimnisvolle Dame erwiderte: «Nein, das ist nicht weise.

Der Jadestengel (Penis) sollte erst die vier Errungenschaften durchlaufen haben, bevor es richtig ist, in die Frau einzudringen.

» Worauf der Kaiser natürlich wissen wollte: «Welches sind diese vier Errungenschaften? «Wenn der Jadestengel unfähig ist zu erigieren», gab sie zur Antwort, «so befinden sich die Energien nicht in Harmonie miteinander.

 

Die erste Errungenschaft ist die Festigkeit. Wenn der Jadestengel zwar erigiert, dabei jedoch nicht anschwillt, so mangelt es dem Blut an Chi.

Das Anschwellen ist die zweite Errungenschaft. Ist der Jadestengel des Mannes zwar angeschwollen, aber nicht steif, so hat das Chi seine Knochen nicht durchdrungen.

Steifheit ist die dritte Errungenschaft. Und ist der Jadestengel schließlich steif, ohne heiß zu sein, so hat die Lebenskraft den Geist des Mannes noch nicht erreicht.

Härte aber ist die vierte Errungenschaft. »Ein kleiner, aber harter, steifer Penis ist viel besser als ein großes, aber halbschlaffes Glied.

Deshalb ist auch kein Mann dem anderen im Bereich der Sexualität biologisch-anatomisch wirklich überlegen. Jeder Mann kann seine innere Energie zu einer hohen Stufe der Intensität entwickeln, unabhängig von seiner äußeren Erscheinung.

Verschiedene Methoden helfen, das Chi zu einer höheren Energie zu entwickeln, das man mit einer Frau austauschen kann, ohne das Glied als Übermittlungskanal zu verwenden. Dann genügen eine leise Berührung mit der Hand, ein Blick oder auch nur ein Gedanke, um die Energie zu übertragen.

Doch auch dann wird der Penis nicht überflüssig, da es immer noch subtilere Stufen des Liebens zu erleben gibt. Sie können Ihr Glied beobachten, um den Grad seiner Erregtheit abzuschätzen.

Doch was soll man tun, wenn noch nicht die höchste Stufe erreicht ist, der Penis nicht sehr hart ist und keine Hitze ausstrahlt, die Partnerin aber schon bereit ist, ihn aufzunehmen?

Wir empfehlen, daß Sie dann in sie eindringen. Die anderen Errungenschaften des Jadestengels werden sich während des Liebesaktes einstellen.

Wenn Sie die Technik der «Kraftsperre» oder des «Emporziehens» anwenden, ist das ideal. Kommt Ihr Penis auf diese Erregungsstufe, werden Sie versucht sein, den Samen auszustoßen; deshalb sollten Sie am Anfang den Samen «einsperren», bevor Sie zur vierten Errungenschaft gelangen.

 

Die Methode des Stoßens

Es gibt eine Vielzahl von Stoßmethoden für das männliche Glied.

Das Kama Sutra erwähnt besonders viele. Wir wollen hier eine Methode empfehlen, die zu den allerbesten zählt. Sie basiert auf der Zahl Neun, die in der taoistischen Praktik als machtvolle Yang-Energie angesehen wird. Aber auch ohne genauen Anzahl wirkungsvoll.

Das Prinzip dieser Methode besteht darin, neun flache und einen tiefen Stoß zu machen.

Dieser eine tiefe Stoß verändert nicht nur die Stimulierung, er zwingt auch die Luft aus der Vagina. Dadurch können Sie mit den neun folgenden flachen Stößen ein Vakuum in der Scheide erzeugen.

Sie ziehen den Penis dabei nie völlig aus der Scheide, denn dies würde das Vakuumsiegel aufbrechen. Stattdessen verbleiben Sie mit dem Penis am äußersten Rand der Vagina, wo sich ein dichtgespanntes Nervengewebe befindet.

Dieser Rhythmus, neun flache und ein tiefer Stoß, wird Ihre Partnerin entzücken. Das dadurch erzeugte Vakuum hat immense Wirkungen: Sie wird sich zuerst leer und dann voll fühlen, leer und wieder voll.

 

stomethoden-flach                       stomethoden - tief

flacher Stoß                                                                               tiefer Stoß

 

Diese Pause erzeugt deshalb so viel Genuß, weil Sie damit ihre Sinnesorgane unentwegt durch Abwechslung verwöhnen. Wenn wir einfach nur essen, bis wir voll sind, mögen wir hinterher nichts mehr. Ein köstlicher Happen aber, in diesem Fall der tiefe Stoß, steigert das Verlangen. Auf diese Weise befriedigen wir das Verlangen, um es wieder zu wecken, und erzeugen Verlangen, um es dann zu befriedigen.

Ein weiterer Grund für die große Befriedigung der Frau durch flache Stöße ist darin zu sehen, daß sich ihre empfindlichste Zone etwa eineinhalb Zentimeter hinter dem Scheideneingang an der oberen Scheidenwand befindet. Dort verbindet ein dichtes Netz von Nerven zusammen die Geschlechtsorgane mit dem restlichen Körper. Man nennt diese Stelle den «G-Punkt», nach ihrem Entdecker, Graffenberg.

Von hier stößt die Frau bei sehr großer Erregung auch eine Flüssigkeit aus. Die Weisen sind der Auffassung, daß diese Flüssigkeit hochgeladen mit der Sexualessenz der Frau ist und von der Eichel direkt aufgenommen wird.

Fahren Sie mit den neun flachen Stößen und dem einen tiefen fort, bis Sie insgesamt neun Runden erzielt haben. Vielleicht werden Sie am Anfang zunächst 3 Zyklen, dann 6 und erst nach einer Weile 9 durchführen wollen.

Die Kraft wird noch erhöht, wenn Sie jedesmal in der kurzen Pause vor dem tiefen Stoß den Speichel der Partnerin hinunterschlucken. Diese Flüssigkeit ist stark mit ihrer Yin-Essenz geladen und wird Ihre eigene, sich ausdehnende Yang-Essenz ausgleichen.

Haben Sie Ihr Ziel erreicht, können Sie sich ausruhen. Nachdem Sie sich ausgeruht und den Überschuß an Energie aus den Hoden geleitet haben, beginnen Sie wieder mit dem aktiven Stoßen.

Sie befinden sich nun in einem sehr angenehmen Zustand: ruhig und gelassen und doch fähig, die Samenflüssigkeit einzubehalten und Ihre Erektionskraft zu bewahren, um einen weiteren Zyklus von Stößen durchzuführen.

Danach ruhen Sie sich erneut aus. Vielleicht ziehen Sie es vor, langsam in Ihre Partnerin einzudringen, um das Glied dafür dann recht schnell herauszuziehen. Das entspricht vollkommen dem inneren Wesen der Frau.

Dringen Sie langsam in sie ein, weil sie ja auch langsamer erregt wird als der Mann. Der ungeschulte Mann dagegen fängt immer schnell an und ist auch schnell am Ende.

Da sie das Leben hervorbringt, benötigt die Frau natürlicherweise länger für Anfang und Ende. Der Mann sollte sich bewußt auf den Ur-Rhythmus der Frau einstellen.

Entzünden Sie die heiligen, geweihten Kerzen in ihren Schenkeln mit Ehrfurcht. Wird sie zu heftig und abrupt genommen, hat die Woge des Wohlgefühls keine Zeit, um ihr gesamtes Nervensystem zu durchfluten. Alle Empfindung bleibt auf den Genitalbereich beschränkt.

Man kann es auch so betrachten: Wenn man sich nur ein oder zwei Sekunden lang kneift, dann spürt nur die Stelle zwischen den Fingern dieses Kneifen. Dauert es jedoch länger, wird sich die Empfindung über eine größere Fläche ausbreiten und schließlich selbst weitab befindliche Gliedmaßen erreichen.

Wie beim Schmerz so auch bei der Freude!

Deshalb sollten Sie langsam stoßen: Jeder Stoß ist in sich selbst ein Akt der Liebe. Die Frau erwacht nach ihren eigenen geheimnisvollen Zyklen. Handelt man aber wider die Gesetze der Schöpfung, ist die Enttäuschung gewiß.

Sie haben Ihre Partnerin bereits stimuliert: Sie benötigt nun einen stärkeren Reiz, um zu neuen Höhen zu gelangen. Wenn Sie nach langsamem Eindringen schneller zurückziehen, wird ihr dies zusätzliche Erregung bieten. Doch ziehen Sie das Glied nicht völlig aus der Scheide, lassen Sie es ein bis drei Zentimeter tief in ihrem Körper. Die Rückzugsbewegung drückt Ihr gebogenes Glied heftig gegen die Klitoris der Frau, dem Sitz ihrer erotischen Sensitivität. Erfüllen Sie sie also mit Freude, um dann voller Hitze zuzustoßen.

Natürlich können sogenannte „Quickies“ auch sehr erregend und wundervoll sein, jedoch sollten sie maßvoll eingesetzt werden.

 

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