Hodenatmung

Die Methode der „Hodenatmung“ wird ihnen dabei helfen,

den Vitalkreislauf zu öffnen und zu nützen.

 

Sie setzen ihre geistige Kraft ein, um die warme und lebensvolle Sexualenergie

vom Hoden über das Steißbein in die Wirbelsäule bis zum Kopf emporzuziehen

und sie dann über das Herz wieder hinunter zum Hoden fließen zu lassen.

 
 
Der Hodensack (auch Scrotum genannt) funktioniert wie eine Pumpe.
 
Während der Jugend und nach einem erfrischenden Schlaf ist der Hodensack fest und straff, erst im Alter oder bei Erschöpfung wird es schlaff.
 
Ein starker Strom von Lebensenergie strafft die Haut. Durch die Hodenatmung wird diese Körperzone mit so viel Energie durchflutet, dass sich der Hodensack beinahe sofort spannt und fest wird. Der Hoden ist die Fabrik, in der die Sexualenergie, das Sperma und die männlichen Hormone produziert werden. In diesem Bereich findet sich deshalb ein großer Vorrat an kalter Lebenskraftenergie (Yin-Chi).

Sexualenergie, ob männlich oder weiblich, ist yin (kalt), solange sie sich im Ruhezustand befindet. Nach der chinesischen Klassifikation der Chi-Qualitäten werden die Sexualsäfte dem Element Wasser zugeordnet. Flüsse, Seen und Meere sind alle yin.

Doch kann die Yin-Energie sehr schnell ihre Natur verändern und mehr yang, also heißer werden, wenn es zur sexuellen Erregung kommt; dies kann allerdings nur geschehen, wenn der Samen bereits in den kalten Hoden erzeugt wurde.

Westliche Wissenschaftler haben sogar festgestellt, daß die Menge des männlichen Samens rapide ansteigt, sobald die Hoden auf Eis gelegt werden. Da die Samenenergie kalter Natur ist, soll sie im Kreislauf nach oben gelenkt werden, um mit der heißen Mentalenergie in Kopf und Brustgegend zur Harmonie zu gelangen.

Umgekehrt soll heiße Energie nach unten geleitet werden. Die Hoden erzeugen ständig Samen, männliche Hormone und Lebenskraftessenz (Ching Chi). Die alten Weisen, die außerordentlich scharfsinnige und genaue Beobachter und Empiriker waren, erkannten, daß die Energie der Samenzellen von größter Bedeutung ist. Sämtliche lebenswichtigen Organe müssen von ihren eigenen Reserven abgeben, damit Samen erzeugt und deren Potenz aufrechterhalten werden kann.

Zu diesen betroffenen Organen gehört auch das Gehirn. Die Aufzeichnungen der Weisen zum Thema Sexualität sind über sehr lange Zeiträume übereinstimmend geblieben. Obwohl viele praktizierende Gruppen voneinander überhaupt nichts wußten, weisen alle Berichte darauf hin, daß der kalte Zustand der Hodenenergie, ein Zustand, der überwiegend yin ist, ein Zeichen für starke und jugendhafte Samenenergie ist.

Die Erfahrung der Kälte weicht einer als «leicht warm» bezeichneten Qualität, wenn der Samen aus dem äußeren Hodensack ins Körperinnere geleitet und in Nebenhoden und Samenleiter gespeichert wird. Die (kalte) Yin-Energie des Samen-Ching Chi hat eine größere Dichte als das (heiße) Yang-Ching Chi.

Die meisten Menschen spüren ihre Sexualenergie nur im Erregungszustand, wenn sie heiß ist, obwohl sie mit Sicherheit ständig präsent ist. Das aber bedeutet, daß die kalte Energie, die dicker und somit auch zähflüssiger ist, viel Unterstützung braucht, um in die höheren Zentren emporströmen zu können.

Wenn Sie die Technik des «Vitalkreislaufes» erlernen, wird Ihnen dies viel leichter gelingen.

Der Vitalkreislauf verläuft die Wirbelsäule entlang zum Kopf und von dort aus vorne hinab zum Nabel, den Geschlechtsorganen und zum Perineum. Er wird als Hauptenergiekanal des Körpers betrachtet, der Organe, Drüsen und Gehirn miteinander verbindet.

Die folgende Übung der «Hodenatmung» wird Ihnen ebenfalls helfen, Ihre Energiebahnen zu Öffnen. Bei dieser Übung zieht man mittels Konzentration die «kalte», junge Samenenergie durch die Wirbelsäule bis zum Kopf empor.

Dabei lenkt man nicht den Samen selbst in die Höhe, sondern die Energie, die der Samen erzeugt. Das dauert am Anfang eine Weile, doch ist diese Energie einfach zu handhaben, weil sie noch kühl ist.

Mit etwas Übung wird schon, nur beim bloßen Gedanken daran, eine erfrischend kühle Energiewelle Ihren Rücken entlang zum Kopf hinaufströmen.

Die zweite Übung, die «Hodenkompression», lehrt Sie dann, wie man «warme» Sexualenergie im Hodensack bildet und auf gefahrlose Weise emporleitet.

Die dritte Übung, die sogenannte «Kraftsperre», zeigt Ihnen, wie Sie mit der Sexualenergie (Red Enerchi) umgehen müssen, wenn sie sexuell erregt und sehr «heiß» ist. Dann ist es nämlich wie ein wildes Pferd und am schwierigsten unter Kontrolle zu bringen.

Sinnvoll ist, dies lieber allein zu üben, indem Sie sich selbst erregen, und später erst den Versuch zu wagen, Ihre Sexualenergie in ihrem explosivsten Zustand beim Liebesakt mit einer Frau zu zügeln.

 

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Hodenatmung in Einzelschritten – stufenweise üben 

1.

Stehen Sie oder Setzen Sie sich auf eine Stuhlkante, die Füße flach auf dem Boden, eine Schulterbreite auseinander. Tragen Sie nur weite Hose oder keinerlei Kleidung unterhalb der Gürtellinie, damit alles im wahrsten Sinne des Wortes «frei heraushängen» kann.

Wenn die Luft Ihren Unterkörper bestreicht, werden Sie sich Ihrer «Intimteile» auf natürliche Weise bewusster. Üben Sie jedoch in einem kalten Raum nie unbekleidet, sonst verlieren Sie zu viel Energie.

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Hodensack zwischen den Hoden, Sie werden mit Erstaunen feststellen, daß es dort unten tatsächlich kalt oder yin ist. Sorgen Sie immer dafür, daß Sie richtig entspannt sind. Fühlen Sie sich verspannt, machen Sie vorher ein paar Dehnübungen oder einen kleinen Spaziergang, um die Spannungen zu lösen.

2.

Atmen Sie langsam ein und ziehen Sie die Hoden dabei hoch. Halten Sie eine Weile die Luft an, dann atmen Sie wieder aus und lassen die Hoden sinken.

Beim Einatmen denken Sie daran, wie der Atem in die Hoden hinabströmt und sie auffüllt. Gleichzeitig ziehen Sie die Hoden zusammen mit dem Atem empor.

Fahren Sie fort, mit den Hoden sanft ein- und auszuatmen, bis Sie eine große Menge kalter Energie im Hodensack spüren. Sie können z.B. eine Runde von 9 Atemzügen machen, sich ausruhen und dann weitere 3 bis 6 Runden üben.

Ziehen Sie die lebenspendende Luft bis in die tiefste Wurzel Ihres Körpers. Atmen Sie die angesammelten Abfallstoffe aus, während die Hoden wieder hinabsinken. So erzeugen Sie in sich einen starken Energiestrom, der den Blutkreislauf im Beckenbereich beschleunigt.

Bewegen Sie die Hoden nur mit der Kraft Ihrer Vorstellung - ziehen Sie also nicht Ihre Penis- oder Aftermuskeln zusammen! Schließen sie die Augen, wenn dies ihre Vorstellungskraft fördert.

Nach ein- bis zweiwöchiger Übung beginnen Sie zu spüren, wie sich die Hoden während der Übung tatsächlich heben und senken. Das zeigt, daß Sie nun richtig atmen. Je geübter Sie sind, desto weniger wird sich Ihr Unterleib bewegen: Fast alle sichtbaren Bewegungen werden im Hodensack selbststattfinden. Sie können die Tanzbewegungen der Hoden im Spiegel beobachten, was recht lustig aussieht.

Bei diesen Übungen nur durch die Nase atmen. Man hat dabei eine bessere Kontrolle über den Atemvorgang. Die Luft wird gefiltert und erwärmt und wir erhalten Lebenskraft von gut ausgeglichener Qualität.

Der ganze Körper soll sich entspannen. Lassen Sie alle Spannungen abfließen wie beim Meditieren. Benutzen Sie nur Ihre Vorstellung, um die Hoden hinauf-und hinabzuziehen.

Mit etwas Übung werden Sie lernen, die in Ihrem Hodensack gespeicherte kalte Sexualenergie genau zu spüren.

3.

Lenken Sie die Empfindung aus Ihrem Hodensack durch Einatmen zum Perineum / Damm empor, und ziehen Sie leicht Ihre Hoden hoch.

Spüren Sie gleichzeitig, wie die Kühle die wenigen Zentimeter zum Damm hinaufströmt, wenn Sie Ihre Konzentration auf das Perineum richten. Atmen Sie mit den Hoden mehrmals ein und aus, um noch mehr Energie in diesem Bereich zu bilden.

Es ist sehr wichtig, die Sexualenergie im Perineum zu halten, denn sobald Ihre Aufmerksamkeit nachläßt, wird die kalte Energie wieder in den Hoden zurückfließen oder gar aus dem Körper sickern.

Es ist, als ob man mit einem Strohhalm Flüssigkeit hochsaugt: Wenn Ihnen die Luftausgeht und Sie eine Pause machen, müssen Sie den Finger auf die Strohhalmöffnung legen und sie verschließen, d.h. Ihre Konzentration aufrechterhalten.

Lassen Sie jedoch los, wird die Flüssigkeit wieder hinabsinken, und Sie müssen von vorne anfangen. Üben Sie dies mehrere Tage oder so lange, bis es gelingt.

 

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4.

Fangen Sie nun an, die Sexualenergie von den Hoden aus die Rückenbahn emporzuleiten, als würden Sie an Ihrem Strohhalm saugen.

Beginnen Sie immer mit der Hodenatmung, so lange bis Sie spüren, daß die Sexualenergie bereit ist. Atmen Sie ein, ziehen Sie die «Kälte» aus den Hoden hinauf ins Perineum und dann zum Steißbein, der untersten Stelle Ihrer Wirbelsäule. Ein kleines Stück darüber befindet sich eine hauptsächlich aus Knochen bestehende Öffnung, die man Hiatus nennt, die Kreuzbeinöffnung.

Wenn Sie das kühle Ching erst zum Perineum und dann ins Kreuzbein ziehen, krümmen Sie die untere Rückenpartie ein wenig nach außen, als stünden Sie mit dem Rücken gegen eine Wand gelehnt und wollten sich flach an sie pressen. Neigen, Sie das Kreuzbein nach unten, und belassen Sie es in dieser Stellung, damit die Pumpe besser aktiviert werden kann; dies können Sie noch dadurch unterstützen, daß Sie den Nacken und die Schädelknochen leicht anspannen.

Behalten Sie die Energie eine Weile im Kreuzbein, und atmen Sie schließlich aus, ohne jedoch die Aufmerksamkeit vom Kreuzbein abzuwenden.

Nun lassen Sie Kreuzbein und Nacken sich wieder entspannen und ihre natürliche Lage einnehmen; das hält die beiden Pumpen im Kreuzbein und im Schädel in Gang.

Zur gleichen Zeit führen Sie die Hodenatmung durch. Lenken Sie einmal mehr die Energie ins Kreuzbein, und behalten Sie sie dort, bis Sie schließlich fühlen, wie das Kreuzbein sich öffnet und die Energie langsam nach oben fließt.

Sie werden die kalte Energie richtig spüren, wie sie langsam hochsteigt. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, dies richtig wahrzunehmen, können Sie Ihr Steißbein ein paarmal vor- und zurückbewegen und wieder ruhigstellen, um dann die Wirkung des Pumpens zu beobachten.

Im Kreuzbeinknochen gibt es eine Mulde, in die Sie die «kalte» Energie aus Ihren Hoden hineinleiten. Meistens ist es etwas schwieriger, diesen Bereich zu bearbeiten, weil die Samenenergie dichter als das Chi ist und heraufgepumpt werden muß.

Manche Menschen empfinden das Eindringen der «kalten» Energie in den Hiatus als Schmerz, Prickeln oder Kitzeln - das ist ganz normal und kein Grund zur Besorgnis. Es fällt Ihnen übrigens leichter, diese Energie durch das Steißbein zu bringen, wenn Sie diesen Körperbereich gelegentlich sanft massieren.

5.

Ist es Ihnen gelungen, die Energie durch das Steißbein zu leiten, können Sie jetzt üben, die Kälte zum T 11 = zum 11. Thorax- oder Brustwirbel in der Mitte des Rückens, zu ziehen.

Gehen Sie vor wie bisher, indem Sie mit den Hoden ein- und ausatmen und die Energie wie durch einen «Strohhalm» zum Damm emporziehen, dann ins Kreuzbein und zum T 11 (gegenüber dem Solarplexus oder Sonnengeflecht, unterhalb der letzten «falschen» Rippe).

Behalten Sie die Energie im 11.Wirbel, bis dieser sich voll anfühlt, von alleine öffnet und die Energie von selbst weiter emporströmt. Weil die Samenenergie dichter und zäher ist als Chi, müssen Sie sich ihr anpassen, indem Sie diesen Teil Ihres Rückens nach innen und außenbewegen, um ihn geradezurichten.

Dadurch lockert er sich, und die «kalte» Energiekann freier emporfließen. Am T 11 befindet sich auch das Energiezentrum der Nebennieren.

Dieser Punkt als auch eine Art «Mini-Pumpe» betrachtet. An dieser Stelle erschafft Ihr Rücken ein Vakuum, welches die Energie nach oben treibt. 

6.

Der nächste Haltepunkt ist das «Jadekissen».

Er befindet sich am Kopfansatz, zwischen dem 1. Halswirbel und der Schädelbasis. Verfahren Sie wieder wie zuvor, indem Sie mit der Hodenatmung beginnen und die Energie immer weiter emporpumpen, zuerst zum Damm (Perineum) und zum Kreuzbein, dann zum T 11 und weiter zur Schädelbasis. Hier befindet sich ein Speicherplatz, wo die Energie für den späteren Gebrauch aufbewahrt wird. 

7.

Der nächste Haltepunkt ist der der Scheitelpunkt des Kopfes (Pai Hui).

Üben Sie wie bisher, aber füllen Sie den «Strohhalm» nun völlig von unten nach oben.

 Neigen Sie das Kreuzbein nach hinten, und lassen Sie den unteren Rücken gerade werden (kein Hohlkreuz). Dadurch wird die untere Pumpe in Gang gesetzt.

Gleichzeitig ziehen Sie das Kinn etwas ein und drücken den Hinterkopf ganz wenig nach hinten; das aktiviert die obere Schädelpumpe. Ziehen Sie die Energie unentwegt bis zum obersten Punkt Ihres Kopfes empor.

8.

Ist die Energie schließlich im Kopf angelangt, werden viele Männer deutlich spüren, daß sie sich dort, wenn man nach oben schaut, im Uhrzeigersinn dreht. Wenn Sie genau aufpassen, werden Sie feststellen, daß sie einem Rhythmus von 36 Umdrehungen folgt.

Das sollte sich gut und erfrischend anfühlen.

Diese zusätzliche Energie kann Ihre Kreativität steigern helfen und Ihre Gedächtnisleistung verbessern. Sie werden klarer denken können und sind nun am Anfang der Beherrschung Ihrer sexuellen Bedürfnisse oder Frustrationen angelangt.

Diese Samenenergie wird später, auf weiteren Stufen, in reine Lebensenergie (Chi) umgewandelt, die ursprüngliche Lebenskraft.

Wird der Mensch älter, hat er so viel Chi aufgebraucht, daß die Gehirnenergie und die Wirbelsäulenflüssigkeit langsam wegsickern und eintrocknen, wodurch eine leere Höhlung zurückbleibt. Durch die Hodenatmung wird die Sexualenergie emporgeleitet, um die Höhle zu füllen und das Gehirn zu vitalisieren. Die Weisen sind der Auffassung, daß sich Sexual- und Hirnenergie sehr ähnlich sind.

9.

Schließlich können Sie die Sexualenergie in einem geschmeidigen Zug im «Strohhalm» mit einem einzigen Atemzug von den Hoden hinauf in den Kopf leiten.

Zu Anfang konnten Sie nur stufenweise vorgehen, bis Sie spürten, daß Ihr Rückenkanal sich weiter geöffnet hat. Nun sind Sie imstande, ihre Vorstellung in Hoden und Scheitel zu lenken und die Sexualenergie mit rein geistiger Kraft von den Hoden ins Gehirn zu führen.

10.

Lassen Sie sich bei den Übungen Zeit, um die «Kälte» richtig zu spüren. Überstürzen Sie nichts, und halten Sie stets die Pumpen in Gang, während Sie ein-und ausatmen. Verwenden Sie mehr geistige als körperliche Zugkraft dabei. Lassen Sie sich von dem Gefühl der «Kälte» leiten. Wenn Sie zu heftig und ungeduldig verfahren, erhitzt sich der Sexualessenz zu sehr. Die heiße Energie läßt sich aber im Gehirn schwerer speichern.

 

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Zusammenfassung: Hodenatmung

Wählen Sie die Körperstellung, die Ihnen am meisten zusagt. Die stehende Haltung ist für diese Übung besonders geeignet. Entspannen Sie den gesamten Körper, und richten Sie Ihre Konzentration auf die Hoden. 

Lassen Sie die Hoden beim Einatmen mental im Hodensack aufsteigen und beim Ausatmen wieder sinken. Üben Sie zwischen 36 und 108 Atemzüge lang.

Seien Sie entspannt. Benutzen Sie keine Muskelkraft, nur mentale Kraft. Behalten Sie die Zunge am Gaumen, und spüren Sie, wie die kühle Yin-Energie der Sexualsäfte Ihre Wirbelsäule emporsteigt.

 

Der rote Nektar ("Red Enerchi")

Haben Sie Ihren Kopf mit Samenenergie gefüllt, kann es geschehen, daß die überschüssige Sexualenergie plötzlich mit der Lebensenergie in Ihren höheren Zentren «explodiert» und in den Kleinen Energiekreislauf gespült wird, so daß es durch Ihren Gaumen die Zunge hinabströmt.

Das wird als höchst unterschiedliche Geschmacksempfindung wahrgenommen. Wir nennen es den Roten Nektar, doch kann es wie Sekt, Honig, Kokosmilch oder wie alle möglichen duftenden Essenzen schmecken; es kann aber auch sein, daß Sie es als warmes Prickeln auf der Zunge wahrnehmen. Diese Übung können Sie an jedem beliebigen Ort durchführen: in der Bahn, im Auto, am Schreibtisch, vor dem Fernseher, im Bett usw.

Wichtig ist nur, daß der Rücken dabei gerade, der Brustkorb entspannt  ist und der Hodensack frei und ungehindert herabhängen kann.

Es ist sehr zu empfehlen, während der Hodenatmung auch den Beckenboden anzuspannen. Denn jedesmal, wenn der Beckenboden (Diaphragma pelvis) angespannt wird, erhält der gesamte Unterleib eine Tiefenmassage.

Dann strömt die Lebenskraft im Einklang mit der Atmung in periodischen „Wellen durch diese Körperregion, was die Drüsen und die Vitalorgane anregt.

 

Kurzanleitung „Hodenatmung“ 

1) Stehen oder Sitzen auf Stuhlkante

2) Zunge am Gaumen, Beckenboden anspannen, Augen schließen

3) Aufmerksamkeit auf Hodensack

4) Langsam einatmen – Atem strömt in den Hoden und füllt ihn auf – Hoden hebt sich

5) Luft eine Weile anhalten

6) Ausatmen – Abfallstoffe weichen – Hoden senkt sich = nur mit Gedankenkraft

     dies einige Zeit üben

7) Energie beim Einatmen zum Perineum emporleiten und dort halten – ausatmen

     = gedanklich halten – wie beim Hochziehen in einem Strohhalm und dann halten

8) nun beim Einatmen die Energie durch das Steißbein entlang der Wirbelsäule ein Stück                 

     hoch ziehen, wieder halten und ausatmen

                            Kreuzbein neigen – Rücken gerade richten

                            Steißbein eventuell vor – und zurückbeugen

                            = Kreuzbeinpumpe aktivieren

9)  nun beim Einatmen noch ein Stück höher bis zum T11 – halten und ausatmen

10) nun bis zum Nacken (Jadekissen) leiten – halten und ausatmen

11) nun noch höher zum Scheitelpunkt des Kopfes (ganz oben) – halten und ausatmen

                            Kreuzbein nach hinten neigen

                            Unteren Rücken gerade richten

                            Kinn einziehen – Hinterkopf nach hinten ziehen = Schädelpumpe aktivieren

12) Energie dreht sich am Scheitelpunkt im Uhrzeigersinn – nach oben schauen

13) Nun in einem durchgehenden Zug beim Einatmen die Energie von den Hoden bis zum 

       Scheitel leiten und kreisen lassen – 38 bis 108 Atemzüge, 1 x pro Tag

 

 

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