Infos zum Training

All die nachfolgenden Basisübungen dienen zu Beginn,

um Ihr Bewusstsein für die Energien und deren Ströme zu stärken

sowie Ihre Muskeln im Beckenbereich zu kräftigen.

Das Becken ist Zentrum unserer Lebensenergie und Sexualenergie.

 

Später werden Sie viele der Übungsabläufe wieder intuitiv bzw. instinktiv, so wie es eben unserem ursprünglichen Naturzustand entspricht, durchführen.

Den Trainingsumfang für Ihren Beckenbereich entscheiden Sie dann nach Ihrem Gefühl.

Zu Beginn absolvieren Sie bitte alle Übungen nach Angabe.

Schaffen Sie sich eine optimale Basis, absolvieren Sie das „Sexustraining“ und nutzen Sie die Informationen zu „Sonnenenergie und Nahrung“.

Trainieren Sie möglichst täglich, am besten früh am Morgen bzw. immer zur selben Zeit. Vor allem die ersten 21 Tage. Denn diese Zeit benötigt unser Körpergeist den Rhythmus zu verinnerlichen. Nach diesen Tagen wird aus der Disziplin zum Training vielmehr ein willkommenes Ritual.

 

Drei Stellungen für die Hodenatmung, Hodenkompression und Kraftsperre

 

Sitzen:

Im Allgemeinen empfehlen wir, auf einem Stuhl zu sitzen. Diese Stellung ist einfach und bequem. Sie erleichtert die Übung, die auch gut zur Entspannung und Erhöhung der Konzentration ist.

Setzen Sie sich so auf die Stuhlkante, dass Ihr Körpergewicht von Gesäßbacken und Beinen getragen wird. Der Hodensack hängt frei herab. Dieser Punkt ist sehr wichtig. Die Hoden müssen frei hängen, damit man möglichst viel Luftenergie in sie hineinleiten kann.

Legen Sie die Zunge an den Gaumen, denn die Energie (Chi) kann erst dann richtig fließen, wenn Sie die hintere und vordere Energiebahn des Vitalkreislaufs miteinander verbunden haben.

Die Füße stehen fest auf dem Boden, die Handflächen ruhen auf den Knien.

Das Rückgrat sollte im Hüftbereich ganz gerade sein, bei Schulter und Nacken jedoch leicht gebeugt.

Durch diese geringe Vorwärtsrundung des oberen Rückens wird der Brustkorb entspannt, und die Kraft fließt müheloser durch Nacken, Brustkorb und Bauch.

Ziehen Sie das Kinn leicht ein. Eine militärisch-zackige Haltung, bei der man die Schultern zurückwirft und den Kopf emporreckt, wird die Energie im oberen Körper stauen und ihr Hinabströmen in die unteren Zentren verhindern.

Eine Variante ist das Sitzen mit gekreuzten Beinen, entweder im Lotus- oder im Schneidersitz. Zwar sind wir uns der esoterischen Vorteile des Lotussitzes bewusst, doch gilt diese Stellung im chinesischen System als recht ungünstig. Es ist schon vorgekommen, dass buddhistische Mönche durch langes Meditieren im Lotussitz verkrüppelt wurden. Darüber hinaus verhindert das Empordrehen der Fußsohlen die Aufnahme der Yin-Kraft der Erde.

Der menschliche Körper ist dafür eingerichtet, die Erd-Energie durch den Nierenmeridian und andere Meridiane in den Füßen aufzunehmen, um sie erst zu filtern, bevor sie ins Steißbein und schließlich ins Gehirn weitergeleitet wird.

Dennoch lässt sich der Lotussitz durchaus verwenden, wenn Sie ihn so gewohnt sind, daß er für Sie bequem ist und ihre Aufmerksamkeit nicht von der Übung ablenkt. Allerdings bieten nur wenige Sitzstellungen mit gekreuzten Beinen dem Hodensack so viel Bewegungsfreiheit wie das Sitzen auf einer Stuhlkante.

 

Stehen:

Das Stehen ist ebenfalls eine gute Stellung. Auch hier gilt das oben Gesagte für die Stellung der Zunge und die gesamte Haltung des Oberkörpers.

Das Stehen ist besonders gut für die Hodenatmung geeignet, weil die Hoden dabei völlig frei hängen. Wenn Sie auf entspannte Weise aufrecht stehen, fördert dies Ihre Körperhaltung.

Die Hände sollten neben dem Körper herabhängen und die Füße in Schulterbreite auseinander stehen. Gewöhnen Sie sich darin, sich immer wieder zu entspannen, wenn Sie sich verkrampft haben, sonst kann es passieren, dass die Chi-Kraft sich in Ihrer Herzgegend staut und Sie gereizt werden lässt.

 

Liegen:

Legen Sie sich nie flach auf den Rücken, wenn Sie diese Übungen durchführen, weil dann der Brustkorb höher hegt als der Unterleib und zu viel Energie bekommt.

Auch das Liegen auf der linken Seite sollten Sie vermeiden. Beide Stellungen belasten das Herz unnötig. Bei der korrekten Stellung liegt man auf der rechten Seite.

Sie sollten sich ein Kissen unter den Kopf legen, so dass er 8 bis 10 cm höher liegt und richtig auf den Schultern sitzt. Die vier Finger der rechten Hand Hegen unmittelbar vor dem rechten Ohr, während der Daumen hinter dem Ohr ruht und es leicht nachvorne drückt, damit es offen bleibt. Die Ohren müssen offenbleiben, damit Luft durch die Eustachische Röhre fließen kann. Die linke Hand ruht auf dem äußeren linken Oberschenkel, das rechte Bein ist gestreckt; das linke Bein, das auf dem rechten liegt, ist leicht gebeugt. So kann das Scrotum von den Oberschenkeln unbehindert herunterhängen. In dieser Stellung unterliegt die Wirbelsäule nämlich nicht dem starken Druck der Schwerkraft und kann ihre natürliche Krümmung einnehmen. Sie wird von Spannungen entlastet.

 

Weitere nützliche Informationen

 

1.

Liegen Sie bei diesen Übungen niemals flach auf dem Rücken, sonst könnte sich die Energie im Brustbereich stauen. Das kann zu starker Gereiztheit und unnötigem Herzdruck führen.

2.

Liegen Sie bei diesen Übungen niemals auf der linken Seite, denn auch dadurch wird das Herz beengt und erhält zu viel Energie.

3.

Beim Liegen sollten sich auch keine Gegenstände unter Ihrem Körper befinden. Dadurch wird die Energiebahn geändert und es kann zu Rückenschmerzen kommen.

4.

Üben Sie stets mit leerem Magen. Ist das nicht möglich, sollten Sie frühestens eine Stunde nach dem Essen mit den Übungen beginnen.

5.

Tragen Sie entweder bequeme Kleidung, oder üben am besten nackt, sofern sie eine warme Umgebung haben. Auch Luftzug sollte vermeiden werden.

6.

Nach einigen Übungen sollte sich Schweiß auf Ihrer Stirn sammeln. Reiben Sie diesen Schweiß in die Haut ein: Er enthält besondere Stoffe und Eigenschaften, die man dem Körper wieder zuführen sollte.

7.

Atmen Sie nie durch den Mund. Die Nasenatmung erleichtert das Kontrollierendes Luftstroms, sie lädt die Luft mit Energie auf und belebt das Gehirn.

8.

Seien Sie nicht entmutigt, wenn Sie in den ersten Tagen des Übens wenig oder nichts spüren. Verschiedenartige Menschen bedürfen auch unterschiedlicher Zeitspannen, bis die heiße Energie aus den Hoden fließt.

9.

Sie sollten sich intensiv konzentrieren können. Zügeln Sie Ihren Geist, damit er nicht rastlos umherwandert. Lassen Sie die Gedanken und Bilder verschwinden. Folgen Sie ihnen nicht. Leeren Sie das Gefäß des Geistes von allen Gedanken, dann wird das so entstehende Vakuum von einer kraftvollen Energie aufgefüllt werden.

Wenn Sie beharrlich daran arbeiten, wird Ihre Konzentrationskraft erheblich zunehmen. Lernen Sie auch die Meditation des Vitalkreislaufs, und führen Sie diese unmittelbar nach der Übung der Kraftsperre durch.

10.

Während des Übens sollten Sie die Augen schließen und dem Weg der Energie folgen. Der Geist sollte keinen umherirrenden Gedanken oder Phantasien nachhängen, sondern strikt beim Energiefluß bleiben.

Das hört sich schwieriger an, als es ist. Sie werden selbst staunen, wie schnell Sie sich für Ihre Energie sensibilisieren können. Haben Sie diese Energien erst einmal in Ihrem Inneren erlebt, werden Sie genau wissen, was gemeint ist. Der natürliche Fluß der Energie lenkt Ihren Geist, so wie Ihr Geist seinerseits die Energie lenkt.

11.

Wer unter Verstopfung leidet, sollte diese Übungen am Morgen durchführen, der Zeit der natürlichen Darmentleerung. Es wird bei der Beseitigung dieses Problems helfen.

12.

Geschlechtskrankheiten müssen völlig ausgeheilt sein, bevor man mit diesen Übungen beginnt. Wenn so große Mengen an Blut und Energie in den Schambereich geleitet werden, würden sich die Schmerzen erheblich verschlimmern.

13.

Wenn diese Übungen Nutzen bringen sollen, dürfen Sie ca. 30 Tage lang nicht ejakulieren.

Nach jedem ejakulatorischen Orgasmus muss der Körper von neuem beginnen, genügend Chi-Druck in den Hoden aufzubauen.

Haben Sie noch nicht gelernt, den Samen beim Liebesakt einzubehalten, sollten Sie ca. 30 Tage lang enthaltsam leben. Nur so können Sie die volle Wirkung dieser Methode erfahren.

Natürlich spricht nichts gegen Ihr Verlangen nach Sex. Wir weisen lediglich darauf hin, dass Ihr Fortschritt gebremst wird, wenn Sie ejakulieren.

Fangen Sie jetzt schon an, die Freude des Ejakulierens zugunsten größerer zukünftiger Freuden zu vermeiden.

Haben Sie die Hodenübungen gemeistert, werden Sie auch viel schneller den Ejakulationsdrang beim Liebesakt bemeistern können.

 

zurück zur Übersicht