Zungenspiel

Das wohl wichtigste strategische Mittel für den Liebesakt ist die Zunge.

Lernen Sie, mit dieser erotischen Waffe möglichst geschickt zu manövrieren!

 

Sie besitzt geradezu wunderbare Fähigkeiten der sinnlichen Stimulierung und kann ganz allein manch brillanten Liebesfeldzug bestreiten.

Den Umgang mitdieser Waffe meistern Sie durch die Praxis des Zungen-Kung Fu. Die Zunge vereinigt in sich mehr Vorzüge für das Liebesspiel als jedes andere Organ: Sie ist warm und feucht und ihre feilenähnliche Rauheit bricht jeden Widerstand.

Abgesehen von dieser vollkommenen Beschaffenheit und Eignung für die erotische Erregung kann sie auch ihre Größe und Form verändern. Sie huscht schnell, kräftig und mit schier unerschöpflicher Bewegungsvielfalt umher.

Die «Descartessche Illusion» beweist die gewaltige Sensibilität der Zunge. Descartes beobachtete, daß eine stecknadelkopfgroße Höhlung darin der Zungenwahrnehmung so groß wie ein Streichholzkopf erscheint, so gewaltig ist die einzigartige Fähigkeit dieses Organs, taktile Reize zu verstärken.

Doch was noch wichtiger ist: Die Zunge ist das Hauptmittel, mit dem Sie vor dem eigentlichen Liebesakt Chi in Ihren Partner leiten können. Das liegt daran, daß die Zunge der Hauptschal-ter für den Chi-Strom im Kleinen Energiekreislauf ist.

Wann immer Sie Ihre Partnerin intensiv küssen oder sie lecken, strömt Ihre Lebensenergie in sie hinein und ihre wiederum in Sie. Eine Zunge voll Kraft ist wie ein Zauberstab, der Glück-seligkeit über alles ausbreitet, was er berührt und den Funken schlägt, der die beiden Lebenskräfte miteinander verbindet.

Es folgen nun die wichtigsten Übungen des Zungenspiels.

 

A. Die Schlangenzunge

Ziehen Sie einen Faden durch einen Apfel, und sichern Sie das eine Ende mit einem etwa 2 cm langen Stück von einem Zahnstocher. Dann hängen Sie den Apfel in Mundhöhe vor sich auf. Als nächstes stoßen Sie mit der Zunge wie eine Viper nach der Frucht. Lassen Sie die Zunge gerade hervorschnellen, sie sollte dabei sehr fest und spitz sein. Schießen Sie mit ihr in gerader Linie vor, und erhöhen Sie die Geschwindigkeit des Züngleins, wenn Sie mit der Übung etwas vertrauter geworden sind. Diese Schlangenbewegung ist sehr nützlich, um Brüste, Genitalien und Ohren zu stimulieren. Die Ohren sind ganz besonders sensibel, da jedes von ihnen Dutzende von Akupunkten aufweist, die mit dem gesamten Körper in Verbindung stehen. Diese werden aktiviert, wenn das Chi bei der Berührung durch die Zunge fließt.

 

B. Die Hakenzunge

Wiederum verwenden Sie den hängenden Apfel. Sie strecken die Zunge so weitheraus nach unten auf das Kinn wie nur möglich. Krümmen Sie die Spitze, so daß sie nach vorne zeigt. Dann versuchen Sie, den Apfel damit zu umhaken, während sie mit der Zunge an ihrer Seite emporfahren. Diese Bewegung wirkt besonders auf die Genitalien erregend: Wenn Sie so den G-Punkt Ihrer Partnerin berühren, kann dies bewirken, daß sie ihr «Mondelixier» ausstößt, das weibliche Ejakulat, dem die Weisen eine mächtige Yin-Essenz zuschreiben.

 

C. Die Zungenpeitsche

Vor dem herabhängenden Apfel strecken Sie die Zunge sehr weit heraus und ziehen sie so weit nach links, wie es Ihnen möglich ist. Dann lassen Sie sie nach rechts schnellen und peitschen dabei den Apfel mit der steifen Zungenkante. Nun verfahren Sie auf gleiche Weise in umgekehrter Richtung, also von rechts nach links peitschend. Peitschen Sie den Apfel immer schneller und kräftiger von Seite zu Seite. Bringen Sie diese Technik auch Ihrer Liebespartnerin bei, dann kann sie sie dazu einsetzen, um den «Jadestengel», wie die Chinesen das Glied nennen, anzuregen. Außerdem wird diese Übung Ihre Zungenfertigkeit erhöhen - sehr zum Entzücken Ihrer Partnerin!

Mit etwas Übung sollte es Ihnen gelingen, den Apfel zu «dribbeln»: Fangen Sie ihn mit der Zungenspitze auf, mit Zungenkante und Zungenfläche, und halten Sie ihn mit blitzschnellen Bewegungen im Gleichgewicht.

Arbeiten Sie einen Monat lang mit einem Apfel. Im zweiten Monat führen Sie die gleiche Übung mit einer Pampelmuse durch. Im dritten Monat verwenden Sie dann ein hängendes Einmachglas, das sie mit kleinen Stahlkugeln oder Nägeln füllen, wobei Sie zunächst eine Füllung von etwa einem halben Kilo Gewicht benutzen, bis Sie schließlich mit einem ganzen Kilo Ballast arbeiten können. Je weiter Sie vorankommen, umso größere Gefäße können Sie verwenden.

Vor und nach der Übung sollten Sie die Zitrusfrüchte stets waschen. Bewahren Sie sie in einer Plastikverpackung im Kühlschrank auf, dann können Sie mit einer einzigen Frucht wochenlang üben und vermeiden gleichzeitig mögliche Infektionen.

Von größter Wichtigkeit ist es auch, daß der Mund sauber und frei von unangenehmen Gerüchen ist. Schon Casanova äußerte sich über die abstoßende Wirkung von Mundgeruch.

Zungen-Kung Fu wird die Produktion von frischem, reinem Speichel anregen, den Sie mit einem großen Schluck in den Nabel hinabziehen sollten. Der Weise ist der Auffassung, daß Speichel ein sehr kraftvolles Elixier ist, mit dem das eigene Chi intensiviert und zentriert werden kann.

Wenn Sie regelmäßig Probleme mit Zungenbelag haben, sollten Sie weniger Fleisch und mehr Gemüse essen und die Zunge täglich mit einem Zungenschaber reinigen. Zu den fortgeschrittenen Zungenübungen verwendet man ein Plastiklineal, das man mit der Breitseite der Zunge abwechselnd hoch- und hinunterbiegt. Dadurch wird die Zungenmuskulatur gekräftigt, und diese Übung stellt auch eine Ergänzung zum Hervorschnellenlassen der Zunge dar.

Wenn Sie diese geheime Zungengymnastik geübt haben, sind Sie bereit, diese Techniken bei Ihrer glücklichen Partnerin anzuwenden. Suchen Sie ihre empfindlichsten Punkte, und machen Sie reichlichen Gebrauch von Ihren erlernten Fähigkeiten.

Oft werden Sie diese Punkte dadurch entdecken, daß Sie darauf achten, wohin die Frau ihren Blick oder ihre Hand lenkt. Wenn Sie die Punkte herausgefunden haben, genießen Sie es, auf der ganzen Klaviatur der Zungentechniken zu spielen. Es kann sein, daß sie die eine Technik an einer bestimmten Stelle bevorzugt, an einer anderen jedoch nicht. Achten Sie also auf ihre Reaktionen; sie wird keinerlei Zweifel daran lassen, wenn Sie einen «Volltreffer» gelandet haben!

 

D. Der Zungenbohrer

Die Technik des Zungenbohrers dient zur Aufrichtung der Brustwarzen. Bei dieser Praktik wird die Brustwarze mit der Zungenspitze in die Brust zurückgedrückt, wo sie mit kleinen Kreisbewegungen behandelt wird, was eine erregende Energiespirale entstehen läßt.

Wenn Sie Zungen-Kung Fu in der Vagina einsetzen wollen, befeuchten Sie vorher den rechten Daumen und Zeigfinger. Fahren Sie mit dem Daumen in die Scheide, und versiegeln Sie mit dem feuchten Zeigefinger die Afteröffnung der Partnerin, damit sie keinen Energieverlust erleidet.

Wenn die Partnerin Ihre Genitalien küssen möchte, lassen Sie sie Ihren After mit einem befeuchteten Mittelfinger versiegeln, während sie mit den anderen Fingern Ihren Hodensackbereich stimuliert.

Wir möchten an dieser Stelle betonen, daß es von größter Wichtigkeit ist, nur mit Partnern den Liebesakt auszuführen, die einen annehmbaren Hygienestandard einhalten. Genitalien und After sind warm und feucht, bieten Bakterien also optimale Wachstumsbedingungen. Waschen und reinigen Sie sie also, vor allem vor dem Sex.

Üble Gerüche können außerdem die Freude an der Sexualität mindern oder gar zunichte machen.

Wie die Zunge, ist auch der Zeigefinger ein sehr kraftvolles Stimulans. Sie können mit ihm die Scheide erforschen und die Clitoris sanft massieren. Achten Sie auf saubere Fingernägel, besonders am Zeigefinger, und schneiden Sie die Nägel recht kurz. Feilen Sie sie glatt, damit Sie kein empfindliches Hautgewebe damit verletzen können. Bei diesen Praktiken muß die Sanftheit oberstes Gebot sein, weil Schmerz Ihre Partnerin aus dem Konzept bringen und ihr jede Freude rauben kann. Mit der weichen Haut des Zeigefingers lassen sich auch mühelos die Clitoris und der G-Punkt stimulieren, der sich unterhalb des Schambeins, etwa zweieinhalb Zentimeter hinter der Clitoris befindet.

 

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